E-Recruiting-Kanäle auf smarte Weise bündeln


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Yves Schneuwly

Yves Schneuwly, Geschäftsführer, XING Schweiz

Fachkräfte sind auf dem Schweizer Arbeitsmarkt heiss begehrt. Gemäss einer Studie der Credit Suisse leiden geschätzte 90’000 Schweizer KMU unter akutem Fachkräftemangel.

Gleichzeitig gibt es ein Überangebot an Kandidaten mit generalistischen Profilen. Beide Phänomene verlangen nach einem proaktiven Rekrutierungsansatz. Die richtigen Tools dazu liefert die rasant fortschreitende Digitalisierung. Hinter dem Stichwort E-Recruiting verbirgt sich inzwischen ein ganzer Werkzeugkasten mit innovativen Rekrutierungskanälen und intelligenten Funktionen. Richtig kombiniert bringen diese Tools Arbeitgebern entscheidende Vorteile bei der Suche nach den besten Kandidaten.

Auch das Suchverhalten der Kandidaten verändert sich im Zuge der Digitalisierung. Erhebungen zeigen: Immer mehr Arbeitnehmende bevorzugen heute, vom Unternehmen direkt angesprochen zu werden, anstatt sich selbst für eine Stelle zu bewerben. Und kaum ein Bewerber kauft heute noch die „Katze im Sack“, wenn es um den künftigen Arbeitgeber geht. Die Transparenz über die tatsächlichen Arbeitsbedingungen ist dank Arbeitgeberbewertungsportalen wie kununu heute so hoch wie nie zuvor.

Neben der Transparenz rückt die aktive Ansprache von Kandidaten mehr und mehr in den Vordergrund. Schon heute suchen KMU bei knapp der Hälfte der zu besetzenden Stellen aktiv nach Kandidaten. Entscheidend für den Erfolg einer direkten Ansprache ist dabei die zielgerichtete Auswahl möglicher Kandidaten. Berufliche Online-Netzwerke sind mit ihrer Fülle an Informationen über mögliche Kandidaten als Werkzeug für diese Vorselektion prädestiniert. XING ermöglicht beispielsweise die aktive Verwaltung automatisch generierter Kandidatenpools, die auf den individuellen Interessen der Nutzer basieren. Das Resultat sind Antwortraten von rund 66 Prozent. Und wenn Mitglieder in ihrem Profil die persönlichen Wunscharbeitgeber angeben, so werden sie automatisch in deren Wunscharbeitgeberpools erfasst. Erfolgt daraufhin eine Ansprache durch den Wunscharbeitgeber, so ist eine Antwort schon fast garantiert, weil sich die Interessen von Recruitern und potenziellen Kandidaten optimal decken.

Die besten Botschafter für das Unternehmen sind in der Regel die eigenen Mitarbeitenden, und deren persönliche Netzwerke stellen ein weiteres wichtiges Puzzle-Stück für erfolgreiches E-Recruiting dar. Wenn rekrutierende Unternehmen bei XING ihre Stellenausschreibungen hochladen, so werden diese zunächst von einer Software analysiert und anschliessend mit den Profilen in den Netzwerken der eigenen Angestellten verglichen. Wird im Netzwerk eines Mitarbeitenden ein passender Kandidat gefunden, so wird die Person informiert und kann frei entscheiden, ob sie den Link zur Stellenanzeige weiterleiten will. Eine solche Peer-to-Peer-Ansprache ist in ihrer Wirkung unschlagbar.

Beim E-Recruiting handelt es sich also nicht einfach um einen zusätzlichen Rekrutierungskanal, sondern um ein komplettes Werkzeugset, das sich – je nach der zu besetzenden Stelle – flexibel einsetzen lässt. Nur wenn ein vorausschauender Umgang mit der zunehmenden Transparenz, der nachhaltige Aufbau von Kandidatenpools, eine aktive Kandidatenansprache zum richtigen Zeitpunkt, der Einbezug der Netzwerke von Mitarbeitenden und klassische Online-Stellenanzeigen smart kombiniert werden, kann das volle Potenzial der Digitalisierung für die Personalbeschaffung ausgeschöpft werden. Um diesem Bedürfnis nach einem koordinierten und wirkungsvollen Einsatz von E-Recruiting Rechnung zu tragen, hat XING mit „E-Recruiting 360°“ eine Komplettlösung geschaffen, über die sich alle Kanäle steuern und bedarfsgerecht einsetzen lassen. Wie Smart Recruiting in der heutigen Multi-Channel-Welt aussehen kann, erfahren Sie am HR Swiss Congress.

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